Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Düsseldorf

VERLETZUNG DES BRIEFGEHEIMNISSES ( § 202 StGB)

Wer liest unberechtigt Ihre Post?

Wer unbefugt einen verschlossenen Brief, der nicht zu seiner Kenntnis bestimmt ist, öffnet oder sich vom Inhalt eines solchen Schriftstückes ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft, macht sich strafbar. 

Wenn also jemand ohne Ihr Wissen und ohne Ihre Einwilligung Ihre Briefe (evtl. sogar noch aus Ihrem Briefkasten) entfernt, diese öffnet und liest, so macht er sich strafbar.

Dabei spielt es keine Rolle, dass er oder sie  Ihnen Ihre Briefe evtl. später wieder in den Briefkasten zurücklegt oder Ihnen diese einfach wieder zurückgibt.

Auch das müssen Sie nicht einfach hinnehmen, denn diese Verletzung des Briefgeheimnisses ist ein Straftat.

Sie brauchen:

1. Name und Adresse der Person, die Ihre Post geöffnet hat,
2. Adresse und Tel.-Nr. der Schiedsperson, in deren Bereich derjenige/ diejenige wohnt,
3. einen Termin zur Schlichtungsverhandlung bei der zuständigen Schiedsperson.

 

   
Gesetz § 202 Verletzung des Briefgeheimnisses 

(1) Wer unbefugt 

1. einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet oder 

2. sich vom Inhalt eines solchen Schriftstücks ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft, 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in §206 mit Strafe bedroht ist. 

(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat. 

(3) Einem Schriftstück im Sinne der Absätze 1 und 2 steht eine Abbildung gleich.